Anlagekonzept und Technik

Energiefassung

Mittels Tauchpumpen wird das gereinigte Abwasser aus dem Ablaufbauwerk zur Wärmetauscherzentrale geführt. Die Wärmetauscher werden unter dem Vordach in der Ecke des ARA-Areal platziert.
Zum Schutz der Anlagen ist eine Einhausung der Wärmetauscherzentrale vorgesehen.

Die Wärme aus dem Abwasser wird zur Energiezentrale auf dem SIG Areal übertragen.

 

Energiezentrale SIG Areal

Die neue Energiezentrale ist beim „Kesselhaus“ des SIG Areals untergebracht. Im Endausbau bringen drei Wärmepumpen die „kalte Wärme“ (je nach Saison von 10 ° C bis 25° C) der ARA Röti auf ein nutzbares Temperaturniveau.
Als Nebenprodukt wird Kälte erzeugt, welche ebenfalls ins Versorgungsgebiet an Kunden mit Kältebedarf geliefert wird.

Um die Spitzenlast abzudecken wird ein bestehender Gaskessel der SIG GS übernommen und ins Konzept integriert. Ein weiterer Gaskessel kommt später hinzu wenn die Anschlussleistung dies erfordert.

Durch das Konzept mit mehreren redundanten Energieerzeugern kann die zuverlässige Wärme- und Kälteversorgung gewährleistet werden.

 

Energiezentrale Langacker

Je nach Entwicklung der Anschlussleistung des Energieverbundes wird später eine zweite Energiezentrale beim Langacker erstellt. Hier soll mit Holzvergasern in der Grundlast ganzjährig Strom und Wärme produziert werden.
Die Wärme wird dabei vollständig im Energieverbund genutzt, da auch im Sommer ein Brauchwarmwasserbedarf besteht.

Im Endausbau können hier bis zu 5.4 GWh (entspricht dem Bedarf von zirka 1'200 Haushalten) Elektrizität erzeugt werden. Dies als wertvolle ganzjährige Bandenergie, welche benötigt wird um die fluktuierende Stromproduktion von Wind und Fotovoltaik zu untermauern.

Der Standort Langacker wurde nach aufwendiger Analyse ausgewählt. Kriterien waren dabei die Logistik sowie Verkehrsbewegungen, Windgutachten, Brandschutzvorschriften und Raumplanungsthemen. Die Resultate sprachen eindeutig für die periphere Platzierung der Holzheizzentrale. Dabei werden bewusst gewisse Mehrkosten für den Leitungsbau einkalkuliert.

 

Vorteile

  • CO2-Einsparung von 138'000 Tonnen über 30 Jahre (entspricht 53'000 Tonnen Öl, 23'000 Fahrten um die Erde).
  • Nutzung regionaler Ressourcen: Abwärme der Kläranlage, Holz
  • Strom- und Wärmeproduktion mit Holz
              - Bereitstellung von Bandenergie (5.4 GWh)
  • Günstiger Preis für ökologische Wärme und Kälte
  • Keine Anschlusspflicht
  • Keine kantonalen Subventionen notwendig
  • Energieautarkie durch Nutzung lokaler Ressourcen
  • Langfristig gesicherte Arbeitsplätze in der Region für Planung, Bau, Unterhalt und Betriebsführung
  • Die EKS AG garantiert hohe Sicherheit durch langfristige Partnerschaft