Wichtigste Infos

Ihr Anschluss

1) Ökologisch vorbildliches Wärmeprodukt
2) Einhaltung der im Baugesetz geforderten Energiestandards
3) Preis und Preisstabilität
4) Sicherheit der Energieversorgung durch mehrfache Redundanz

In den gelb markierten Gebieten ist ein Anschluss an den EVNH möglich:

 

 

Es muss eine hydraulische Heizverteilung vorhanden sein, sprich Bodenheizung oder Radiatoren.

Ja, der Kanton Schaffhausen setzt die folgenden
Fördergelder ein:

Für detaillierte Informationen und Beratungen wenden Sie sich bitte an die Energiefachstelle Schaffhausen https://sh.ch/CMS/Webseite/Kanton-Schaffhausen/Beh-rde/Verwaltung/Baudepartement/Departementssekretariat-Baudepartement/Energiefachstelle-2018486-DE.html

 

  • Bei Interesse erstellen wir für Sie eine Preiskalkulation. Dazu sind Angaben zur bisherigen Heizleistung, Heizungsanlage und / oder zum Energiebedarf der letzten Jahre (optimal der letzten drei Jahre) notwendig.
    Kontaktieren Sie uns per Formular, E-Mail oder Telefon. Kontakt
  • Entscheiden Sie sich für einen Anschluss an den Energieverbund, wird der Energieliefervertrag erstellt. Die gegenseitige Unterzeichnung des Vertrages löst die Bestellung des Anschlusses aus.
  • Die Fernwärme-/Fernkälteleitungen werden erdverlegt in den Heizungs- bzw. Technikraum des zu erschliessenden Gebäudes gezogen.
  • Meist wird zuerst die bestehende Heizung rückgebaut. Danach wird die neue Kompakt- bzw. Übergabestation eingebaut und an die Fernwärme-/Fernkälteleitungen sowie die bestehende hydraulische Heizverteilung angeschlossen.
  • Die Verlegung der Fernwärme-/Fernkälteleitungen sowie deren Anschluss an die Kompakt- bzw. Übergabestation erfolgen durch ein von EVNH beauftragtes Unternehmen. Den Rückbau der bestehenden Heizung sowie der Anschluss der Kompakt- bzw. Übergabestation an die hydraulische Heizverteilung werden durch einen Heizungsbauer ausgeführt.

Allgemein

Bei einem Energieverbund wird Wärme und teilweise auch Kälte zentral erzeugt und über Leitungen an Kunden verteilt.
Dies macht Sinn, wenn die Energie auf Basis von erneuerbaren Ressourcen oder durch nicht genutzte Abwärmequellen erzeugt wird.

Im Energieverbund Neuhausen am Rheinfall ist die Abwärmequelle Kläranlage Röti geographisch gegeben und kann durch grosse Wärmepumpen kostengünstiger genutzt und aufbereitet werden als dezentrale objektspezifische Wärmepumpen mit Erdsonden.

Die Hauptenergiezentrale ist auf dem SIG-Areal am Standort der bereits heute bestehenden Energiezentrale, dem Kesselhaus. Dadurch können bauliche Massnahmen und Eingriffe ins Ortsbild vermieden werden. Sowohl ein Gasbrenner für die Spitzenlast und ein Kamin sind bereits im Kesselhaus vorhanden. Die kalte Fernwärme der Kläranlage Röti wird neu zur Energiezentrale geleitet und dort mit hocheffizienten Wärmepumpen auf nutzbares Temperaturniveau gebracht.

In der freien Natur sind diverse Wärmequellen vorzufinden, so zum Beispiel Flüsse, Seen, das Erdreich oder die Umgebungsluft. Diese Wärme ist aber auf tiefem nicht direkt nutzbaren Niveau vorhanden. Etwas höhere Temperaturen weist das Abwasser von Kläranlagen auf. Diese Wärme ist aber auf tiefem nicht direkt nutzbaren Niveau vorhanden. Wärmepumpen bringen die Wärme durch den Einsatz von Strom auf ein höheres Temperaturniveau, als Nebenprodukt entsteht Kälte. Da die bereits bestehende Wärme nur auf ein höheres Temperaturniveau gebracht werden muss kann dies mit verhältnismässig wenig Stromeinsatz erfolgen.
Da nun sowohl nutzbare Wärme, aber als Nebenprodukt auch Kälte entsteht lässt sich beides optimal in einem Energieverbund nutzen. Bedarf an Kälte haben Gewerbe, Industrie und moderne Wohnbauten aufgrund der grossen Fensterflächen.

Die Kälte/Wärme wird mit Wasser über Fernleitungsrohre zu den Kunden transportiert. 
Der Transport erfolgt unterirdisch in gut isolierten Rohren, um Wärmeverluste auf dem Transportweg so gering wie möglich zu halten.

Durch die Wärmepumpen wird das Abwasser der Kläranlage, welches in den Rhein fliesst gekühlt. Die Forschung zeigt, dass im Bereich von mittleren und grösseren Kläranlagen die durchschnittliche Wassertemperatur regelmässig, d.h. über mehrere Tage die für die in der jeweiligen Gewässerregion angesiedelten Fische zu hoch und damit potentiell tödlich ist. Dies betrifft insbesondere auch die Äschenregionen, zu denen der Rhein bei Neuhausen zählt. Zählt das Fliessgewässer zur Äschenregion, so darf die Tagesmaximaltemperatur im März und April nicht höher als 15 °C liegen. Bei der Äsche ist zudem ganzjährig die vergleichsweise niedrige Letaltemperatur von 26 °C einzuhalten. Die Wärmeentnahme und die damit verbundene Abkühlung des Abwassers der Kläranlage ist deshalb für den Fischschutz von grossem Nutzen.

Finanzielles

Der Preis wird in 4 Komponenten aufgeteilt:

  • Einmaliger Anschlussbeitrag: Investitionsbeitrag zum Anschluss an den Energieverbund.
  • Grundpreis in CHF/Jahr
  • Leistungspreis in CHF/kW/Jahr
  • Energiepreis in Rp./kWh/Jahr

Die Preisentwicklung wird transparent und kostengerecht vollzogen. Der Wärme- und Kältepreis wird kostengerecht nach Material-, Lohn-, Strom- und Gaskosten indexiert. Dazu werden Indizes des Bundesamtes für Statistik herangezogen. Da es sich beim Projekt um ein kapital- aber nicht ressourcenintensives Projekt handelt sind die Preisschwankungen gegenüber individuellen Lösungen auf Basis von Öl oder Gas geringer. Die kostengerechte Indexierung stellt zudem sicher, dass der  Wärme- und Kältepreis langfristig marktfähig ist. Kunden haben somit optimale Planbarkeit und finanziellen Schutz.